Die TIWAG zweifelt selbst an ihrem Tauernbach-Projekt [29.07.2010]
Im September 2009 haben wir hier die vernichtende geheime Stellungnahme der Landhaus-Experten zum TIWAG-Kraftwerksprojekt am Tauernbach veröffentlicht. Die TIWAG hat damals alle diese fachlichen Einwände erbost zurückgewiesen. Jetzt sind wir an ein internes Papier gelangt, das zeigt, dass offenbar auch im Unternehmen selbst massive Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Ausleitungskraftwerks bestehen. Entgegen der nach außen hin gespielten Zuversicht sieht man in der TIWAG sehr wohl eklatante „Schwächen“ und „Risiken“ des geplanten Sommer-Laufkraftwerks:
Ein besonderes Problem sieht die TIWAG in der ablehnenden Haltung der durch das Projekt Betroffenen, d.h. Geschädigten. Es läuft zwar mit dem Matreier Bürgermeister wie geschmiert, aber die Bevölkerung bockt:
Auch die Medien sind (noch) nicht durchgehend – wie in Nordtirol – auf Linie. Da wird noch einiges „zu einem Meinungsumschwung” nötig sein:
Wie werden wohl die „gezielte Maßnahmen” bei „Radio Osttirol” ausgesehen haben?
TIWAG-Aufsichtsrat Schretter lässt Kritik an TIWAG-Vorstand Wallnöfer üben [23.07.2010]
Die Tiroler Industriellenvereinigung hat ein Technisches Büro in Wien damit beauftragt, herauszufinden, weshalb in den Nachbarbundesländern Vorarlberg, Kärnten und Salzburg laufend große Kraftwerksprojekte realisiert werden, in Tirol aber seit anno Wallnöfer gar nichts geht.
Industriellenpräsident Reinhard Schretter ist zwar selbst Mitglied des TIWAG-Aufsichtsrates, traut sich dort aber genau so viel zu sagen wie die anderen Dabeisitzer des AR-Chefs Eberle, auch wenn das Unternehmen von einem Skandal zum nächsten taumelt. Um genau zu sein: Schretter macht dort keinen Huster.
Jetzt ist er auf die Idee gekommen, sich mit dem Geld der Industriellenvereinigung eine Studie zu organisieren, die dem Problem auf den Grund geht. Schretter: „Uns hat interessiert, warum beim Thema Ausbau der Wasserkraft in Tirol verhältnismäßig wenig weitergeht.“
Die Suchenden sind auch alsogleich fündig geworden. Die Berge und Täler sind in allen vier Bundesländern ähnlich, die Bäche und Gefälle ebenfalls, und auch die gesetzlichen Bestimmungen und behördlichen Verfahren. Was also hat Tirol, was Vorarlberg, Salzburg und Kärnten nicht haben?
Studienergebnis: „Der Projektwerber“ selbst ist das Problem in Tirol!
Es ist Bruno Wallnöfer, der den Unterschied macht. Illwerke, VKW, Verbund, Kelag usw. haben den entscheidenden Vorteil, ihn nicht im Vorstand zu haben.
Die Studienautoren verstecken ihre Nona-Erkenntnis hinter seitenlangen Binsenweisheiten („Einbeziehung der Betroffenen“ „Herstellung von Vertrauen“, „Einbindung der Gemeinden“) bei den „Thesen für eine erfolgreiche Umsetzung“. Auch wenn sie den Namen Bruno Wallnöfer nicht nennen (dürfen), lassen sie keinen Zweifel daran, wer das Haupthindernis für die Umsetzung der TIWAG-Projekte ist:
Weniger verklausuliert: Bruno Wallnöfer ist nicht „der richtige und glaubwürdige Vertreter seines Projektes“
Ziviltechnikerbüro Kordina ZT: „Studie zur Wasserkraft in Westösterreich“ (Juli 2010)
Die (späte) Erkenntnis ist das eine, die Umsetzung, sprich Ablöse, das andere.
Dazu wird auch weiterhin weder der Eigentümervertreter, noch der Aufsichtsrat den Mut aufbringen.
Weinpreisrätsel [14.07.2010]
Ein Bekannter von mir war neulich in einer feinen Innsbrucker Vinothek, um sich einen Geburtstagswein für mich zu besorgen (Zweigelt von Gsellmann, 2008). Wie’s der Teufel haben will, kommt, als er sich zur Kassa begibt, ein Mann in die Weinhandlung, der sich rasch als Fahrer der TIWAG entpuppt, welcher dort anscheinend immer wieder Wein für den Vorstand abholt. Seiner Unterhaltung mit der Kassierin nach offenbar gewohnheitsmäßig genau drei Flaschen einer ganz speziellen Sorte eines ganz speziellen Jahrgangs:
Dazu unsere heutige Rätselfrage:
Der Barbaresco von Bruno Giacosa aus Neive im Piemont, den der TIWAG-Fahrer auf TIWAG-Rechnung für Wallnöfer und seinen Kumpan Eberle immer wieder nachfasst, kostet pro Flasche
Die TIWAG erhielt im vergangenen Jahr für ihre 176-Millionen-Investition in die Energie AG (Oberösterreich) sage und schreibe 4,4 Millionen Euro Rendite retour. Dies entspricht einem Sparbüchlzins von 2,5 Prozent!
So viel hätte sie für ihre Einlage zum Eckzinssatz bei der Raika in Innervillgraten auch bekommen.
Die Linzer Torte: Für das große Stück am Kuchen erhält die TIWAG ein paar mickrige Kuchenkrümel.
Bravo van Staa! Bravo Eberle! Bravo Wallnöfer!
Die TIWAG sponsert den bewaffneten Arm der Partei „Liste Tirol" [09.07.2010]
Auf der Webseite der ultranationalistischen „Alt Tyroler Schützen Andre Hofer“ tritt die TIWAG riesengroß als Hauptsponsor („Gönner“) in Erscheinung. Es sind Stromgelder, mit denen das chauvinistische Programm des FPÖ-Rechtsabweichlers Alois Wechselberger derart unterstützt wird.
Politische Spende der TIWAG für Wechselbergers A.T.S.
Wie hieß es kürzlich in einem Posting im Forum dietiwag.org so treffend?
„Wes Geistes Kind bzw. wes Ungeistes Enkelkind Herr Alois Wechselberger ist, zeigt er auf seiner Facebook-Seite, wo er Minarettverbotseiten und andere faschistoide Webseiten bewirbt.“
Unterstützt die TIWAG die Sprengung des Faschistendenkmals in Bozen? [05.07.2010]
Laut deren Webseite fördert die TIWAG die Neugründung der Rechten in Nord- und Südtirol, die sich unlängst als „Alt Tyroler Schützen“ organisiert haben.*
Hinter den alten Reaktionären, die sich dieses Mal trachtig verkleidet haben, steckt niemand anderer als Alois Wechselberger, der 2008 aus Gerald Hausers fremdenfressender FPÖ („Minuszuwanderung!“, „Islamisierung stoppen!“, „Innsbruck ist nicht Istanbul!“) rechts ausgeschert ist und die ominöse Liste Tirol gegründet hat. Neuerdings versucht er mit dem Aufbau sogenannter „Alt Tyroler Schützen“, deren "Organisationsreferent" er ist, die Schützentradition für seine nationalistischen Ziele auszubeuten.
Trotz aller geheuchelten Offenheit kommt Wechselberger nicht los von den Uraltthemen der hiesigen Altnazis. So ruft er auf seiner Homepage etwa zur Sprengung des faschistischen Siegesdenkmals in Bozen auf und sorgt sich um „Polens deutsche Gebiete“ in Oberschlesien.
Den widerwärtigen Scheiß, der in diesem rechten Eck verzapft wird, bringen vielleicht zwei Angebote aus den Shops verlinkter Seiten noch klarer zum Ausdruck:
Und diesen politischen Dolm und seine chauvinistischen Absichten unterstützt die TIWAG mit Geld von uns Stromkunden. Wie lange noch?
PS: Vor zwei Jahren hat Alois Wechselberger versucht, sich mit der Begründung, „insbesondere was die Tiwag und die ÖVP-Landespolitik angeht, gibt es viele Übereinstimmungen“, bei mir einzuschleimen. Ich habe ihm bedeutet, dass ich bei ihm nicht einmal anstreifen möchte.
Wie ernst es ihm mit seiner Übereinstimmung war, hat er jetzt mit der TIWAG-Werbung auf seiner Schützen-Homepage gezeigt.
*) Nachtrag (8.7.2010):
Seit heute ist die Homepage der "Alt Tyroler Schützen" offline.
Zweihundertneunundsechzig Millionen vierhundertfünfundneunzigtausend Euro [21.06.2010]
Den Medien ist im Mai noch ein hochglanzpoliertes Jahresergebnis präsentiert worden.
In der amtlichen Bilanz (Wiener Zeitung, 19.6.2010) hat es sich aber nicht mehr verheimlichen lassen: Die Cross-Border-Leasing-Verträge bringen die TIWAG Jahr für Jahr mehr in Bedrängnis.
Zwischen 2001 und 2003 hatte die TIWAG für die Einbringung von vierzehn Kraftwerken und einen Teil ihres Stromnetzes in insgesamt fünf solcher dubioser Deals einen Barwertvorteil von 202 Millionen US-Dollar (heute ca. 154 Millionen Euro) kassiert, den sie gleich in die marode IKB versenkt hat.
Was die Herren Eberle, van Staa und Wallnöfer damals übersehen hatten, war, dass das Risiko für das Gelingen des auf mehr als neun Jahrzehnte angelegten Coups vertraglich einzig und allein der TIWAG aufgehalst worden war. (Ihren Rechtsberatern hat sie dafür auch noch über 30 Millionen Dollar bezahlt.) Für Summen, die der TIWAG nicht gehören und die ein Vielfaches ihres CBL-Gewinnes ausmachen, hat sie Ausfallshaftungen übernommen, die im Zuge der „Bankenkrise“ jetzt nach und nach schlagend werden.
Im Jahre 2007, mitten im Cross-Border-Prozess der TIWAG gegen dietiwag.org, in dem es auch um diese Risiken ging, gab es damit noch kein Problem:
2007
TIWAG-Bilanz 2007
Bereits ein Jahr später hat die TIWAG Haftbriefe, sogenannte „Letters of Credit“, in der Höhe von 112 Millionen Euro (damals ca. 158 Millionen US-Dollar) kaufen müssen:
2008
TIWAG-Bilanz 2008
„Letters of Credit“ sind nichts anderes als Bankgarantien, für die jeden Tag Bereitstellungszinsen zu bezahlen sind und die das TIWAG-Budget noch massiv belasten werden. In der Regel werden diese Haftbriefe für ein Jahr abgeschlossen und dann jeweils erneuert. Im Fall TIWAG kann das bis 2099 so gehen.
2009 mussten die bestehenden von 2008 bereits um 157 Millionen aufgestockt werden:
2009
TIWAG-Bilanz 2009
Wir halten bei zweihundertneundsechzig Millionen vierhundertfünfundneunzigtausend Euro (350 Mio. US-Dollar bzw. 3,7 Milliarden Schilling). Und es geht 2010 leider in diese Richtung weiter.
In der sich verschärfenden Situation sind auch die CBL-Beraterkosten für die TIWAG explodiert. Zum Konsulenten-Honorar von 19.000 Euro monatlich für den TIWAG-eigenen CBL-Controller Hermann Meysel kommen immer höhere Ausgaben für Bankberater in Europa und Rechtsberater in den USA. Waren es 2008 bereits unglaubliche 8,1 Millionen Euro für „Beratungsaufwand“, so sind diese Kosten 2009 um über 40 Prozent auf 11,5 Millionen Euro hinaufgeschnellt.
Reaktion:
Tiroler Tageszeitung, 22.6.2010
Der eine VW (Volkswagen) läuft und läuft und läuft. Der andere VW (Vorstand Wallnöfer) lügt und lügt und lügt.
Der Schlusssatz im heutigen TT-Aufmacher auf Seite 1 müsste vollständig lauten:
„Das ist aber weniger als die Zinsen, die wir für den Barwertvorteil erhalten“ würden, wenn wir ihn noch hätten, so Wallnöfer.
Ein Rätsel: Wie die TIWAG ihr unser Geld anlegt [17.06.2010]
Die TIWAG ist mit großem Getröte 2008 bei der oberösterreichischen Energie AG eingestiegen. 176 Millionen Euro (!) musste sie für einen Anteil von 8,51 Prozent am Gesamtunternehmen nach Linz überweisen. Die schon an sich verrückte Investition wurde vom damaligen Eigentümervertreter und Landeshauptmann van Staa verfügt und politisch begründet mit der Bildung einer starken Westachse und der Nutzung von Synergieeffekten. TIWAG-Aufsichtsratschef Eberle sprach von einer „Gunst der Stunde“ und Vorstandschef Wallnöfer sagte, „dieser Beteiligungsschritt stärkt Wettbewerbsfähigkeit und Kundennutzen für die Tirolerinnen und Tiroler“. Das war natürlich alles strafbarer Stumpfsinn.
Wahlkampfsprech und JubelberichterstaTTung 2008(TT, 20.1.2008)
Zudem ist die TIWAG, die selbst samt IKB acht CBL-Verträge am Hals hat, hier freiwillig und sehenden Auges mit viel Geld in ein CBL-verseuchtes Unternehmen eingestiegen, das (wie die TIWAG) vierzehn Wasserkraftwerke an US-Trusts „verleast“ hat. Bis 2101. Was der Landesrechnungshof von Oberösterreich, im Gegensatz zu dem von Tirol, als hochriskant eingestuft hat. Wörtlich: „Es könnten Fälle eintreten, in denen die Kosten den erhaltenen Netto-Barwertvorteil wesentlich überschreiten.“ (hier nachzulesen)
So blöd kann nur die TIWAG sein. Und sogar sie nur, wenn ihr van Staa dabei hilft: Sich in einen CBL-verseuchten Betrieb einzukaufen ist ungefähr so, wie wenn sich ein Bauer wissentlich um teures Geld eine TBC-verseuchte Kuh in den Stall holt.
Nun aber vom Kranken an diesem Deal zum Kaufmännischen: Die TIWAG hat hier also 176 Millionen Euro (2,42 Milliarden Schilling) höchst riskant angelegt. Wie schaut es mit der Rendite aus? Dazu unsere heutige Rätsel-Frage:
Für die auf Nimmerwiedersehen nach Oberösterreich geschickte Summe erhält die TIWAG (vertraglich so vereinbart) jährlich
A) den Eckzinssatz von 2,5 Prozent (= 4,4 Millionen Euro)
B) den Ertrag eines Prämiensparbuchs mit Bonusaufschlag von 5 Prozent (= 8,8 Millionen Euro)
C) die sichere Dividende in der Höhe von 7,5 Prozent (= 13,2 Millionen Euro)
Auflösung des Rätsels vom 28.5.2010 (siehe unten)
Gefragt war, wieviel die Beratung Wallnöfers durch die Agentur Hofherr in den vergangenen fünf Jahren gekostet hat. Richtig ist Antwort C: Drei Millionen Euro.
Das TIWAG-Amigo-System [14.06.2010]
Alljährlich, knapp vor Weihnachten, findet in St. Anton die sogenannte Tennis-Trophy statt. Vor allem zum Zwecke des Auftriebs von Provinzpromis.
Wer Geld hat, wirft dort mit solchem herum. Und sei es das anderer Leute, zum Beispiel das der Stromkunden.
So lädt Wolfgang Mader, „Leiter der Stabstelle Communication“ in der TIWAG, seine Spezln von der Agentur Hofherr, Georg, Eugen und Franz, auf Kosten der Firma nach St. Anton:
„Bitte seid so nett und lasst mich wissen, ob ich mit Euch als Gäste rechnen darf, was mich sehr freuen würde.“
Im Ernst: Wie stellen wir diesen gewohnheitsmäßigen Diebstahl an Landesvermögen ab?
Wie fahren wir mit diesem TIWAG-Amigo-System ums Eck? Vorschläge erbeten!
W. Mader und G. Hofherr hier bei einer TIWAG-Fete im Nachtklub „Adabei“ des Fünf-Sterne-Hotels Central in Sölden (Oktober, 2008)
Günther Platter ist auch menschlich ein Zniachtl [01.06.2010]
Die Geschichte hier im Tagebuch über Platters Freundin hat mancherlei Reaktionen ausgelöst, solchene und solchene. So wurde mir in anonymen Zuschriften mitgeteilt, dass mich „das Privatleben des Herrn LH nun wirklich nichts“ angehe, dass das „allein Günther Platters und Karin Marths Sache“ sei und dass aufgrund meines kleinen Rätsels jetzt „Frau und Kinder mit diesen Aussagen leben müssen“.
Langsam! Geht es seiner Familie schlecht wegen mir oder wegen Günther Platter? Hab ich seine Frau an die Öffentlichkeit gezerrt (mit keinem Wort!) oder er?
Günther Platter - „mit meiner Frau Silvia“ - bei öffentlichen Auftritten 2009
Natürlich ist es kein Thema, wenn ein Politiker eine Freundin hat oder eine Politikerin einen Freund hat. Wer aber dann, wie Platter, sein „harmonisches Familienleben“ als Wahlparole vor sich herträgt, ist ein verlogener Politiker und ein verlogener Mensch. Darum geht es.
„Vor allem ein intaktes Familienleben geht ihm über alles“: „Mein Familienleben öffentlich auszubreiten, um damit politisch zu punkten, würde für mich nie in Frage kommen“, sagt Günther Platter während er sein Familienleben öffentlich ausbreitet, um damit politisch zu punkten (oben in einer Wahlkampfpublikation der ÖVP).
„Dass ich mit meiner Frau ein harmonisches Familienleben führe, hat mit meinen politischen Qualitäten nichts zu tun.“ Umgedreht und auf den Kopf gestellt, stimmt das sogar irgendwie: So wenig er letztere auch nur ansatzweise hat, führt er ersteres. Ist nicht schlimm. Schlimm ist nur die Unredlichkeit.
Es ist eine Charakterfrage, wie man mit seiner gescheiterten Beziehung in der Öffentlichkeit umgeht, und vor allem, ja, Platter, wie man mit seiner neuen Beziehung der Ehefrau und der Familie gegenüber umgeht.
Auch in anderen ÖVP-Wahlkampfschriften hat Günther Platter in der Vergangenheit ausgiebig mit seinem Privatleben und seiner Familie geworben.
Günther Platter ist nicht nur fachlich (in jedem Fach) und politisch (in jeder Position) ein Zniachtl, sondern auch charakterlich.
Allen ein Rätsel: Wieviel Hofherr Communikation bei der TIWAG 2005 – 2010 abgecasht hat [28.05.2010]
Nach der erzwungenen Niederlegung des TIWAG-Auftrages ist es Zeit, über viereinhalb Jahre Beratungstätigkeit der Hofherr Communikation Bilanz zu ziehen. Die eine, die der „kommunikativen Begleitung“ der Kraftwerksoffensive der TIWAG, fällt höchst negativ aus: Die TIWAG ist heute ohne Zweifel weiter weg von jeder Realisierung eines Vorhabens denn je. Die andere Bilanz, die der Honorarabrechnungen fällt dagegen höchst positiv aus.
Für Hofherr.
Dazu unsere heutige Rätselfrage:
Wieviel hat die Agentur Hofherr Communikation für die desaströse Beratung Wallnöfers in der Kraftwerksfrage von Ende 2005 bis Anfang 2010 von unserem Landesunternehmen TIWAG eingestreift?
A) 14 Millionen Schilling (mehr als 1 Million Euro)?
B) 28 Millionen Schilling (mehr als 2 Millionen Euro)?
C) 42 Millionen Schilling (mehr als 3 Millionen Euro)?
Auflösung des Rätsels vom 19.5.2010 (siehe unten)
Richtig ist wohl Antwort C.
Siehe dazu einen kleinen Parallelfall aus dem Jahr 2007:
Walther Prüller war auch schon bei Hofherr als Referent zu Gast.
Er sprach dort sinniger Weise über Unabhängigkeit und Medienvielfalt.
Aus gegebenem Anlass: Die TIWAG über ihr Geheimnis (fast) perfekter Krisenkommunikation [25.05.2010]
Wie die TIWAG dem Matreier Bürgermeister Spendierhosen für seinen GR-Wahlkampf spendiert hat [21.05.2010]
Den anderslautenden Beteuerungen des Herrn Köll zum Trotz laufen selbstverständlich auch in Matrei die TIWAG-Gelder für die Vereine über den Bürgermeister, sodass er dann vor „seinem“ Wahlvolke als der große Wohltäter dastehen kann. In Spendierhosen, die ihm Wallnöfer höchstpersönlich über die Knie hinaufgezogen hat. Nur deshalb konnte er im vergangenen Februar, drei Wochen vor der Gemeinderatswahl, seine „Hosen-Aktion“ (Köll) durchführen und die „neuen Trachtenbundhosen in Leder“ als Wahlgeschenk an „alle Mitglieder der Schützenkompanie Matrei" quasi einzeln ausgeben:
Das große Krone-Rätsel [19.05.2010]
Die Tiroler Kronenzeitung hat mit keinem einzigen Wort über den Korruptionsfall Kaunertal berichtet. Warum nicht?
„Objektivität und Fairness, Gewissenhaftigkeit und Unabhängigkeit: Das steht für Walther Prüller. (…) Das zeichnete am Samstag die Landesregierung mit dem Verdienstkreuz aus.“(Kronenzeitung, 19.8.2009)
Daher unsere heutige Rätselfrage:
A) Krone-Chef Walther Prüller hat über den TIWAG-Korruptionsfall nichts gehört und hat daher auch nicht darüber berichten (lassen) können
B) Krone-Chef Walther Prüller hat das Thema von der Redakion penbibel ausrecherchieren lassen und ist zum Ergebnis gekommen, dass an den Vorwürfen nichts dran ist
C) Krone-Chef Walther Prüller ist von Freund Bruno Wallnöfer angerufen und ersucht worden, über einen TIWAG-Skandal (wieder einmal) nicht zu berichten
Auflösung des Rätsels vom 28.4.2010 (siehe unten)
Richtig ist Antwort C:
Ernst Strasser hat der TIWAG für sogenannte Beratertätigkeiten Stundensätze von 450 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer verrechnet. (Rechnung ansehen)
Nein! - Doch! - Ohh! [14.05.2010]
Es gibt bereits erste Ermittlungsergebnisse im TIWAG-Korruptionsfall:
NEU:
Ö 1 - Morgenjournal (15.5.2010): „TIWAG-Wogen immer höher" (anhören)
Kriminell ist auch die Berichterstattung des ORF Tirol über den Korruptionsfall Kaunertal.
Warum? [11.05.2010]
Jetzt sind bei Hofherr die Profis gefragt. Die Profis für Krisenkommunikation. [07.05.2010]
"Unfälle, Katastrophen, aber auch wirtschaftliche Schwierigkeiten kommen immer unvorhergesehen."
Zum Glück hat Hofherr die entsprechenden Fachleute selbst im Haus.
Krisenkommumnikator Eugen Stark erläutert seinen Plan in eigener Sache: Film ab
Und da haben sie noch einen, der die Sache ganz ähnlich sieht: Film ab
Ergänzung zur TIWAG-Bestechung im Kaunertal [05.05.2010]
Georg Hofherr, der Mehrheitseigentümer der PR-Agentur Hofherr Communikation, hat den Medien gegenüber schutzbehauptet, nicht die Firma Hofherr, sondern die Firma Prologo habe den Wahlkampf für den Kaunertaler Bürgermeister Pepi Raich geführt. Dieser Notlüge widerspricht die Faktenlage komplett.
Es besteht auch der Verdacht, dass der Kaunertaler Bürgermeister Pepi Raich von seinen Beratern bei Hofherr angehalten worden ist, wahrheitswidrig auszusagen, „ich habe lediglich die Prologo beauftragt, meinen Wahlkampf und die Werbefolder zu gestalten“ (TT, 4.5.2010).
Die Firma Prologo gehört zwar zu 51 Prozent auch der Hofherr Communikation, zu 49 Prozent aber dem Tiroler Bauernbund. Eigentümervertreter dieses Anteils ist der Obmann des Bauernbundes, Landesrat Anton Steixner.
Ich habe ihn auf die lügenhaften Behauptungen seines Freundes und Prologo-Partners Georg Hofherr angesprochen und von ihm nachstehende Antwort erhalten:
„Als Obmann des Tiroler Bauernbundes habe ich keinen Einfluss auf das operative Geschäft der Prologo. Ich habe mich aufgrund Ihrer Anfrage aber zwischenzeitlich in der von Ihnen angesprochenen Sache bei der Prologo informiert und kann Ihnen zu Ihren Fragen folgendes mitteilen:
Hat Prologo den GR-Wahlkampf 2010 für Pepi Raich (Kaunertal) geplant, organisiert und geführt?
Anton Steixner: Die Prologo hat den GR Wahlkampf für Bürgermeister Raich weder geplant noch organisiert und auch nicht geführt - das ist Ihnen aber auch schon aufgrund der von Ihnen in Ihrem Beitrag jeweils selbst angeführten Quellenangaben "Agentur Hofherr" und der von Ihnen veröffentlichten Stundenaufstellung (sämtliche Mitarbeiter sind solche der Agentur Hofherr) bewusst; von der Prologo wurden für die Heimatliste Kaunertal lediglich Drucksorten auf Basis übermittelter Texte und Fotos erstellt - dies so wie bei dutzenden anderen wahlwerbenden Listen zur GR Wahl 2010 auch.
Haben Sie als Prologo-Miteigentümer Druck auf lokale Medien (wie in meinem Artikel dokumentiert) ausgeübt?
Anton Steixner: Diese Frage kann ich mit einem klaren Nein beantworten
Hat Ihre Prologo Arbeitsstunden beim "Sonderprojekt Kaunertal" (Wahlkampf Raich) an Hofherr und/oder an die TIWAG in Rechnung gestellt?
Anton Steixner: Die Prologo hat für die Erstellung der oben genannten Drucksorten eine Rechnung an die Heimatliste Kaunertal z. Hd. Josef Raich gestellt.“ *
*) Anm.: Dabei dürfte es sich um jene bescheidene Rechnung der Prologo für die grafische Gestaltung der Wahlkampfmittel handeln, die Pepi Raich mit 950 Euro angibt. Dies bei Gesamtkosten des von Hofherr und nur von Hofherr im Auftrag der TIWAG organisierten Wahlkampfs für Pepi Raich von ca. 20.000 Euro.
Klarer kann eine Gegendarstellung kaum ausfallen.
Deutlicher hat kaum je ein Geschäftspartner den anderen der Falschaussage überführt.
Jetzt wird er Volksmusikdirektor! [01.05.2010]
Echo, Mai 2010
Rätselhafte TIWAG-Honorare [28.04.2010]
Der herausragende TIWAG-Vorstand (wenn auch auf der anderen Seite herausragend, sozusagen „down under“) hat neben einer ganzen Reihe ebenso herausragender TIWAG-Berater (Hofherr Communikation, Pleon Publico, Delta Consulting, Sistema Consulting, Platzer Media usw.) auch noch einen super herausragenden Berater namens Ernst Strasser.
Der ehemalige Innenminister ist Alleingesellschafter und einziger Geschäftsführer der Firma cce-consulting gesmbh mit Sitz in Grafenwörth, Niederösterreich. Er weiß zwar nicht einmal, wie man den Namen des von ihm beratenen TIWAG-Chefs korrekt schreibt, dafür aber wie man fette Rechnungen erstellt:
Im oben angegebenen Zeitraum hat Ernst Strasser für die TIWAG hauptsächlich ein paar Telefonate mit Freunden (Haßlacher, Heilingbrunner, Hofherr) geführt und Wallnöfer und van Staa (bei der Weltcup-Sause in Sölden) getroffen. Dafür hat er der TIWAG insgesamt 31 Stunden Beratertätigkeit verrechnet.
Dazu unsere heutige Rätselfrage:
Ernst Strasser verrechnet der TIWAG für solche Beratertätigkeiten
A) 150 Euro pro Stunde zuzüglich 20 % MWSt.
B) 300 Euro pro Stunde zuzüglich 20 % MWSt.
C) 450 Euro pro Stunde zuzüglich 20 % MWSt.
Anmerkung:
Zu obigen Stundensätzen kommen auch noch die Fahrtspesen von Wien zur Weltcup-Party in Sölden (27.10.2007) und retour nach Wien dazu.
Auflösung des Rätsels vom 19.4.2010 (siehe unten)
Richtig ist Antwort C:
Günther Platter hat seine Freundin Karin Marth, geb. Ostermann, als Assistenz der Geschäftsführung bei Lantech untergebracht. Lantech wurde auch mit erheblichen Mitteln des Landes Tirol realisiert.
Karin Marths Freund Günther ist nicht nur als Vertreter des Landes, sondern auch als Person Mitglied des Lantech-Fördervereines.
Face-Puck [22.04.2010]
Wallnöfer ist auch an der Ostsee baden gegangen [21.04.2010]
Das Projekt eines Kohlekraftwerk in Lubmin-Greifswald, an dem sich die TIWAG beteiligen wollte, ist endgültig Geschichte.
Schon der Eintritt in die „Dong Energy Kraftwerke Greifswald Beteiligungs-GmbH“ hat eine Stange Geld gekostet, von dem die TIWAG kaum etwas wiedersehen wird. Außer Spesen nichts gewesen. Aber mir habms ja.
Die TIWAG gibt übrigens für Berater ihres klugen Vorstands 11,5 Millionen Euro pro Jahr aus (2009).
Aufgrund des großen Erfolges unserer TIWAG-Rätsel wollen wir in Zukunft auch die Landespolitik in unsere Denksportaufgaben einbeziehen. Unsere erste Rätselfrage betrifft Karin Marth, die Freundin von Günther Platter.
Welchen Job hat Karin Marth derzeit?
A) Platters Freundin hat sich nach ihrer Scheidung selbst einen Job im Sparmarkt suchen müssen.
B) Sie ist seitdem beim AMS als arbeitslos gemeldet.
C) Günther Platter hat sie sofort im halböffentlichen Innovationszentrum Lantech untergebracht.
Auflösung des TIWAG-Rätsels vom 6.4.2010 (siehe unten)
Richtig waren die Antworten B und C:
Der frühere TIWAG-Eigentümervertreter Herwig van Staa ist prominentestes Mitglied der Studentenverbindung Leopoldina. Die TIWAG-Hütte in Serfaus steht daher dem Nachwuchs der Leopoldina für deftige Skiurlaube zur Verfügung.
Gleich nach Veröffentlichung unseres Rätsels haben die CV-Brüder übrigens die verräterischen Fotos vom Leopolden-Skiurlaub in der TIWAG-Hütte von ihrer Homepage genommen. Wie man oben sieht, zu spät.
Umfrage-Desaster der TIWAG [14.04.2010]
Da hat die TIWAG soviel Geld in die Bezirksblätter hineingebuttert und Unsummen für Werbung auf deren Internetseite meinbezirk.at ausgegeben – und jetzt das! Die vor wenigen Tagen abgeschlossene Online-Umfrage der Bezirksblätter zu den Kraftwerksprojekten im Oberland hat zu einem für die TIWAG vernichtenden Ergebnis geführt:
80 Prozent halten die TIWAG-Projekte für nicht notwendig – Umfrage auf meinbezirk.at
Testen Sie Ihr TIWAG-Wissen (Folge 3) [06.04.2010]
Tipp:
Es könnten auch mehrere Antworten richtig sein
Auflösung des TIWAG-Rätsels vom 30.3.2010 (siehe unten)
Richtig war Antwort C:
Die TIWAG hat im Jahr 2009 insgesamt 11,5 Millionen Euro (d.s. 158 Millionen alte Schillinge) allein für externe Berater ausgegeben, somit 46.000 Euro (632.000 ATS) pro Arbeitstag.
Testen Sie Ihr TIWAG-Wissen – Folge 2 [30.03.2010]
Obwohl es an der TIWAG-Spitze von Koriphäen nur so wimmelt, hat der Vorstand im Kalenderjahr 2009 doch die eine oder andere Beratertätigkeit zukaufen müssen.
Hier daher unsere Heimhörerfrage an alle, denen dieses Land ein großes Rätsel ist:
Die Ausgaben der TIWAG für Beratertätigkeiten beliefen sich im Jahr 2009 auf
A) 6.000 Euro pro Arbeitstag (ATS 82.561)
B) 26.000 Euro pro Arbeitstag (ATS 357.767)
C) 46.000 Euro pro Arbeitstag (ATS 632.973)
Tipp:
Einfach obige Tagesausgaben mit 250 Arbeitstagen multiplizieren, und Sie erhalten die Gesamtsumme der Jahresausgaben 2009 für die Beraterhonorare der TIWAG.
Diese Denksportaufgabe anderen Rätselfreunden weiterempfehlen.
Auflösung des TIWAG-Rätsels vom 24.3.2010
Richtig war die Antwort C:
Bruno Wallnöfer hat seinen Schwiegersohn Gernot Reister im „Büro Landeshauptmann“ untergebracht.
Die TILAK-Führung bettelt um eine dietilak.org [27.03.2010]
Ja, so hat es bei der TIWAG auch angefangen: mit einem Maulkorberlass.
Dort war’s die letzte Vorstufe zum Komplettdesaster.
Die TILAK und die Medizinische Universität Innsbruck untersagen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ab sofort jedweden Medienkontakt. Wie muss da der Hut brennen!
Aber warum sollte es nicht gelingen, aus der TILAK eine zweite TIWAG zu machen, noch dazu wo auch dort im Hintergrund der Georg Hofherr werkelt. (In frischester Erinnerung ist noch das PR-Fiasko, das seine Agentur beim Schweine-Experiment für die Medizin-Uni angerichtet hat.)
Im Landhaus in Innsbruck, im „Büro Landeshauptmann“, sitzt ein Mag. Gernot Reister.
Unsere heutige Heimhörerfrage an alle, denen dieses Land ein Rätsel ist, lautet:
Bei Herrn Reister handelt es sich um
A) einen parteifreien, övp-fernen Sachexperten
B) einen von Platter in seiner Zeit als Innenminister vor der Abschiebung geretteten Asylwerber
C) den Schwiegersohn des TIWAG-Chefs Bruno Wallnöfer
TIWAG-Wahlgeschenke an ÖVP-Bürgermeister [07.03.2010]
Punktgenau zum Gemeinderatswahlkampf verschenkt die TIWAG 100.000 Philips Energiesparlampen im Wert von fast 1 Million Euro an die ÖVP-Bürgermeister zum Weiterverteilen an die Wählerinnen und Wähler.
Sechs ganz besondere Leuchten, drei vorne, drei hinten
Mit allen Mitteln, vor allem öffentlichen, deren sie sich schamlos bedienen, suchen sie sich an der Macht zu halten. Zuerst knöpft die TIWAG allen kleinen Stromkunden einen deutlich überhöhten Strompreis ab (hier), dann lässt sie via ÖVP ein kleines Zuckerl an einige von ihnen verteilen, ein Wahlzuckerl.
Natürlich ist das eine schmutzige Bande, die das alles ausheckt und ausführt. Natürlich ist es Diebstahl am Volksvermögen, was hier geschieht ein ums andere Mal. Weil Bruno Wallnöfer jede dieser Sauereien der ÖVP mitmacht, ist ihm von dieser sein Vorstandschefposten in der TIWAG bis 2013 garantiert worden.
Und dem Ernst Schöpf, der in letzter Zeit deutlich an Format gewonnen hat (120-150-120), winkt ein Sitz im TIWAG-Aufsichtsrat.
* * *
Ernst Schöpf als Präsident des Gemeindeverbandes scheint überhaupt die letzte Parteienfinanzierungslücke gefunden und geschlossen zu haben. Im Gemeinderatswahlkampf lässt er sich eine PR-Serie über sich selbst und sechs weitere regierende Bürgermeister in der Region u.a. durch vier ganzseitige Anzeigen des Gemeindebundes (Steuergelder!) finanzieren.
Cover der Wahl-Spezialausgabe, eine von zwei Doppelseiten Gemeindebundwerbung wowie eine PR-Seite Ernst Schöpf (Oberland Dabei, 4. März 2010)
Apropos Spendenskandal: Als sein deklariertes Vorbild lobt Ernst Schöpf in obigem PR-Artikel ausgerechnet Helmut Kohl, den Parteispendenskandalpolitiker schlechthin (hier).
Nachtrag (11.3.2010):
Als großes Dankeschön für das Organisieren von vier Seiten bezahlter Gemeindebund-Einschaltungen für die letztwöchige Ausgabe des Gratismagazins "Oberland Dabei" erhält Ernst Schöpf in dessen dieswöchiger Ausgabe nocheinmal eine persönliche PR-Seite geschenkt. Drei Tage vor den Gemeinderatswahlen.
Verfasst vom Medieninhaber Hans Zoller selbst (hier ansehen).
Hat die TIWAG ihre Finger auch im Neustifter Wahlkampf? [02.03.2010]
Neustift im Stubai ist eine sogenannte Projektgemeinde der TIWAG. Für das von ihr geplante Pumpspeicherkraftwerk im Kühtai beansprucht sie vor allem Wasser aus dem Gemeindegebiet von Neustift.
2004, 2005, als das Gerangel losging, war der frisch gewählte Bürgermeister Peter Schönherr (ÖVP) noch klar auf Seiten der Neustifterinnen und Neustifter, die sich die ihnen verbliebenen Bäche nicht auch noch von der TIWAG nehmen lassen wollen. Nicht nur im ORF (Tirol heute und Radio Tirol) gab er sich kämpferisch:
Tirol.ORF.at, 21.8.2005
2010 sieht und hört man von einem Widerstand des Bürgermeisters Schönherr gegen die geplanten Ableitungen aus seiner Gemeinde nichts mehr. In Wahrheit hat er, der wie andere Bürgermeister in ähnlicher Situation (Matrei, Sölden, Umhausen …) auf die große ÖVP-Karriere hofft, seinen Deal mit der TIWAG längst gemacht und das Wasser von Fernaubach, Unterbergbach und Daunkogelfernerbach wohl seinen höheren Zielen geopfert.
Des Rätsels Lösung
Wäre Schönherr gegen das Abzapfen der Neustifter Gletscherbäche, würde er das im stattfindenen Gemeinderatswahlkampf zum großen Thema machen, weil ihm das im Ort viele Stimmen brächte. Da der höfliche Nichtdiskutierer mit der TIWAG aber längst umgefallen ist, kommt die TIWAG, das wichtigste Thema der vergangenen und kommenden Jahre für Neustift, bei ihm nicht einmal vor. So gesehen ist das wahltaktisch sehr klug.
Zumindest solange, bis man weiß, wer hinter dem Wahlkampf seiner Liste Junges Neustift steckt:
Peter Schönherrs Berater im Neustifter Gemeinderatswahlkampf ist Georg Hofherr, Wallnöfers hochdotierter Berater bei der TIWAG-Kraftwerksoffensive. Womit sich der einstige Nichtgleichwegschicker der TIWAG endgültig entlarvt hat.
Hoffen auf ein gutes Ergebnis für ihren Neustifter Bürgermeisterkandidaten: TIWAG-Berater Hofherr und TIWAG-Chef Wallnöfer
Nachtrag: In der achtseitigen Werbebroschüre der Liste "Junges Neustift" kommt das Wort TIWAG nicht ein einziges Mal vor (Dokument)
Wie sich die TIWAG ihre Bürgermeister kauft [25.02.2010]
Die TIWAG kauft sich für die kommenden Bürgermeisterwahlen punktgenau die ihr genehmen amtierenden Bürgermeister in jenen Gemeinden, in denen sie Kraftwerksprojekte voranbringen will. Beispiel Nr. 1: Andreas Köll, Matrei in Osttirol
Der Postwurf seiner Gemeinderatsliste „Gemeinsam für Matrei (Andreas Köll-ÖVP)", der heute an alle Haushalte zugestellt wurde, ist zum überwiegenden Teil von der TIWAG bezahlt worden.
Insider beziffern den Beitrag mit 15.000 Euro.
"Gemeinsam für Matrei" - Seite 2 / 3 und große Werbeeinschaltung der TIWAG im Mittelteil
Impressum des Wahlkampfmagazins der ÖVP Matrei
Fortsetzung folgt
„Vorsätzliche Brandstiftung“ [21.02.2010]
Am 16. Oktober 2009 in aller Früh ist bekanntlich mein landwirtschaftliches Nutzfahrzeug durch Feuer komplett zerstört worden (siehe Tagebucheintrag vom 18.10.2009). Seit kurzem liegt nun das Gutachten des Brandsachverständigen über die Ursache vor. Es ist eindeutig und kommt zu folgendem Schluss:
Dazu hört man aus der TIWAG, dass es ja kein Wunder sei, „warum sie dem Markus Wilhelm inzwischen schon den Traktor anzundtn haben“ (Originalton Wolfgang Mader).
Was will uns der TIWAG-Marketingleiter damit sagen? Was weiß er, was wir nicht wissen? Kennt er Hintergründe? Täter?
Gar Anstifter?
Seine zweckdienlichen Hinweise sind jedenfalls erbeten an die Polizeiinspektion Sölden, Telefon: 059133 7108
TIWAG-Sponsoring JVP: Nachgefragt [17.02.2010]
Van Staas Freund [15.02.2010]
In van Staas Landtagswahlkampf 2008 gehörte er zu seinem prominenten Unterstützungskomitee, jetzt gilt er als „Kopf einer sogenannten Krake, einer Geheimorganisation, die Kroatien zum Synonym für Korruption und Kriminalität“ gemacht hat, wie es das angesehene unabhängige Magazin „Business New Europe“ (BNE) auf seiner Webseite formuliert: Ivo Sanader, bis Juli 2009 Regierungschef in Zagreb
Welch kriminelles Netzwerk bzw. „mafiaähnliches Kartell“ („Business New Europe“) sein Freund Ivo Sanader seit 2003 in Kroatien aufgezogen hat, davon hat van Staa in all den Jahren garantiert nichts mitbekommen. Er liest wahrscheinlich hier (auf seiner Lieblingsseite) zum ersten Mal davon, dass sein Wahlhelfer Ivo „als Schlüsselfigur im Hintergrund der Finanzskandale des kroatischen Energiemonopolisten HEP, der größten staatlichen Bank HPB, der Autobahngesellschaft HAC und des Nahrungsmittelkonzerns Podravka gilt“, wie der „Balkan Blog“ auf BNE berichtet:
Darüber, wie tief van Staas Freund zudem im Hypo Alpe-Adria-Skandal steckt, ist inzwischen auch schon anderswo zu lesen.
Da dürfte im Frühjahr allerhand ausapern.
TIWAG sponsert VP- Jungfrizzen [09.02.2010]
Ein Michael Summereder (JVP-Funktionär und Betreiber der ÖVP-Seite www.meine-gemeinde.info) und ein Florian Tursky (Aktivist der „Van Staa Special Force“ und Landesgeschäftsführer der JVP Tirol) haben 2008 eine Veranstaltungsfirma mit dem Namen „sturmfrei.at“ gegründet. Diese wird von der TIWAG finanziert:
Die Wir-Tiroler-Truppe ist wieder am Ruder.
Platter das Plastilin in deren Händen. [02.02.2010]
ÖVP-Plakat auf ÖVP-Heimatwerbung-Tafel, Sommer 1991:
Der gschnigelte Herr im Zentrum, aber im Hintergrund, auf den das VP-Logo wie ein Pfeil zeigt, ist Martin Malaun.
Jener Martin Malaun, der sein Headquarter heute im Landhaus eingerichtet hat und von dort aus die Geschäfte der ÖVP betreibt – auf Kosten der Steuerzahler. Unter Weingartner nannte er sich Organisationsreferent der ÖVP. Er war zuständig für Organisation und Finanzen, damit auch für den Draht zur Heimatwerbung, der Cash-Cow der ÖVP, die vom Land gefüttert und von der Partei gemolken wurde.
Und wird.
Landesrat Switak hat bekanntlich Martin Malaun freihändig den Auftrag für die Gemeindekampagne des Landes Tirol zugeschanzt, deren Plakate dann landauf landab auf die Werbeflächen der Heimatwerbung gekleistert werden. Solchermaßen angefüttert kann dann die Heimatwerbung wieder die Gemeinderatswahl-Kampagne der ÖVP sponsern.
Kick back nennt man das in der Sprache der ÖVP-Hintermänner.
Die Parteizeitung (Ausgabe Herbst 2009) startet die Gemeinderatswahlkampagne „Unsere Gemeinde“ (links) … unterstützt von der Heimatwerbung mit einem ganzseitigen Inserat in der selben Ausgabe (rechts).
Gurgiser im Vorruhestand [27.01.2010]
Hauptsach‘, er darf im Landtag sitzen und Hauptsach‘, er hat eine eigene Partei.
Unter „Aktuelles“ (!) wünscht der offenbar Mitte Dezember in den Winterschlaf Versunkene den Besuchern seiner Webseite (gibt es solche?) auch Ende Jänner immer noch „Frohe Weihnachten“:
Am 30. Dezember wurde hier publik, dass die TIWAG mit ihrem jahrelangen Partner Energieversorgung Baden-Württemberg (EnBW) in Rechtstreitigkeiten verstrickt ist, die ihr bis zu 80 Millionen Euro kosten dürften. Nun hat die Stuttgarter Zeitung unsere Befürchtungen mehr als bestätigt.
Stuttgarter Zeitung, 13. Jänner 2010
Wie konnte es so weit kommen?
Jahrelang wurde das Problem, das seit spätestens 2004 bekannt ist, von der TIWAG-Geschäftsführung mehr oder weniger ignoriert. Nun steht man vor fast vollendeten Tatsachen und ist der Entscheidung des Schweizer Schiedsgerichts ausgeliefert. Diese dürfte in Kürze vorliegen und verheißt nichts Gutes.
Ein Skandal der Sonderklasse ist, dass bis zur Veröffentlichung des drohenden Ungemachs auf dieser Internetseite nicht eine einzige Person im Landhaus (Eigentümervertreter Platter, Finanzlandesrat Switak, Energielandesrat Steixner etc.) über dieses finanzielle Desaster informiert gewesen sein soll.
So lassen sich die Herren Politiker vom TIWAG-Vorstand verscheißern.
Wolfgang Mader benützt einen sogenannten guten Zweck, das von der TIWAG gesponserte Behindertenspektakel RollRinn, um sich selbst massiv in Szene zu setzen.
Mehr zu Maders Hilfsprojekt in eigener Sache ist hier zu erfahren.