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TIWAG-Betriebsausflug mit zwei Black Hawks des Bundesheeres
Incentive-Event der „Top 20“ auf Regimentskosten


Weil die TIWAG-Verantwortlichen sonst schon jeden Adrenalin-Kick kennen – von Finanzstrafverfahren über Prozess-Desaster und Rechnungshofprüfungen bis zu Ermittlungen der Korruptionsstaatsanwaltschaft - sollte es für eine Freizeitveranstaltung der oberen Zwanzig einmal etwas ganz anderes sein. Aber den Nervenkitzel von etwas Verbotenem, Sittenwidrigem, Skandalösem sollte das Amüsement schon haben. Also lud Bruno Wallnöfer zum Missbrauch öffentlicher Einrichtungen.

Freitag, 20. Mai 2011: Die zwanzig höchstrangigen Manager der TIWAG, das sind sämtliche Stabsleiter und Bereichsleiter sowie die beiden Vorstände, haben früh morgens in der Kaserne ihren Kampfanzug ausgefasst und sind auf dem Flughafen Innsbruck unter dem Kommando des Offiziers der Reserve Bruno Wallnöfer angetreten. Es soll zum Truppenübungsplatz nach Hochfilzen gehen. Zum Militärspielen. Oberleutnant Wallnöfer hat zwei Heereshubschrauber der Type „Black Hawk“ geordert, welche die TIWAG-Truppe* ins Gelände bringen.



Ausflug mit zwei „Black Hawk“-Maschinen des Bundesheeres: TIWAG-General Wallnöfer samt Führungsstab (Foto: Gerhard Schmid)

Das Incentive-Event wird betriebsintern getarnt als Veranstaltung, die das ökologische Bewusstsein der Führungsmannschaft schärfen soll. Dies ausgerechnet beim Extra-Flug mit den teuren Großraumhubschraubern, die mit zwei je 1960 PS starken Triebwerken ausgerüstet sind, bis zu 360 Stundenkilometer schnell fliegen und Kerosin fressen und Kohlendioxid spucken ohne Ende. Wahrlich ein geglücktes Bild dafür, wie sich Bruno Wallnöfer die propagierte neue ökologische Ausrichtung der TIWAG vorstellt.



Ziele des Betriebsausfluges der TIWAG-Manager sind der am Truppenübungsplatz eingerichtete Abenteuerlehrpfad und das Heeressportzentrum für Biathlon. Um den sogenannten „Top 20“ einen Kick zu verschaffen, schickt der fanatische Militär Wallnöfer seine Task-Force ins Unterholz, eine Sickerübung im Gelände ist angesagt. Auf einem Parcours ist bis zum angepirschten Ziel eine Reihe von Hindernissen zu überwinden. Die letzte Aufgabe besteht im Schießen mit Biathlongewehren, fünf Schuss pro Mann. Mit dabei bei dieser Kaderübung, die mit gemeinsamem Grillen ausklingt, übrigens, als Maskottchen der Truppe, Wallnöfers Sekretärin.

Das ganze ist wesentlich weniger lustig, als es sich liest. Es ist hochgradiger Missbrauch staatlicher Einrichtungen und staatlicher Mittel. Es erfolgt daher mit heutigem Datum eine öffentliche Anfrage an den ressortzuständigen Minister:






*) Inoffizielle Liste der Teilnehmer:
Wallnöfer Bruno, Fraidl Alfred; Auer Walter, Avazini Anton, Bauhofer Peter, Bielowski Stefan, Deisl Franz, Drexel Arnold, Falkner Andreas, Hiltpolt Philipp, Huber Georg, Jenewein Franz, Kirchebner Martin, Mader Wolfgang, Pliessnig Heinz, Reimeir Paul, Schmid Dieter, Steinlechner Johannes, Trattler Thomas, Wachter Leopold, Weber Bernhard


30.5.2011

Erste Reaktion aus dem Ministerium:




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